Nach dem Tod Mao Zedongs am 9. September 1976 bewerteten seine Nachfolger sein politisches Wirken offiziell nach der sogenannten Deng-Formel: Rund 70 % seiner Entscheidungen seien positiv für China gewesen, 30 % hingegen negativ. Kritiker verweisen jedoch darauf, dass zwischen 1949 und 1976 etwa 58 Millionen Menschen infolge von Hungersnöten, politischer Umerziehung, fehlgeleiteten Entwicklungsprogrammen und Lagerhaft ums Leben gekommen sind. Fünfzig Jahre später, im Mai 2026, traf US Präsident Donald Trump den amtierenden chinesischen Staatschef Xi Jinping. Trump würdigte die Volksrepublik China als weltgrößten Exporteur, zweitgrößten Importeur, als Land mit der größten Industrieproduktion, den zweithöchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie dem zweitgrößten nationalen Gesamtvermögen weltweit. Zudem verfüge China über die größte stehende Armee und den zweitgrößten Verteidigungsetat. Je nach Quelle wird das Land inzwischen als aufstrebende Supermacht neben den USA eingeordnet. Diese Entwicklung – vom isolierten Staat der Mao Ära zur globalen Wirtschaftsmacht – soll im Folgenden betrachtet und eingeordnet werden. In Zusammenarbeit mit der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche.